Geschichte

Am Anfang war die Idee, ein kleines gemütliches Café zu eröffnen mit einer ausgesuchten Auswahl an selbstgemachten Kuchen. Als wir im Jahr 2009 das Haus im Mandelring 135 fanden, in dessen Erdgeschoss sich Geschäftsräume befanden, da wurde uns sofort klar, dass wir hier unseren Traum realisieren können. Doch bevor wir die erste Tasse Kaffee aufbrühen und das erste Stück Kuchen servieren konnten, mussten wir renovieren, renovieren, renovieren. Als das Haus 1895 erbaut wurde, richtete der Besitzer im Erdgeschoss einen Metzgereiverkaufsraum ein. Bis in die 60er Jahre des 20. Jahrhunderts gab es diesen dort. Dann erfolgte ein Eigentümerwechsel und aus der Metzgerei wurde eine Schreinerei mit Büroraum und kleinen Lagerräumen. Der Zeitgeschmack hinterließ seine Spuren; Die Sprossenfenster wurden gegen großflächige Fenster ausgetauscht; Die Eingangstür mit Sprossen und Schmuckglas wich einer dunklen Eichentür. Auch im Inneren änderte sich der Zuschnitt der Räume.

Wir erneuerten die Fenster und Türen, angelehnt an das Aussehen von 1895, aber mit den energetischen Anforderungen von 2009. Die Räume stellten wir neu und teilweise nach den alten Plänen wieder her. Zu unserer Überraschung fanden wir sogar originale Bodenfliesen und alten Wandputz unter Holzverkleidungen versteckt. Die Funde nahmen wir in die Gestaltung des Cafés auf. Sogar “neue” alte Fliesen kauften wir dazu und verlegten sie. Peu à peu bekam das Café sein Aussehen. Im August 2010 konnten wir dann das Café eröffnen. Ab Sommer 2012 konnten Gäste auch in unserem Innenhof sitzen.

Die Zeit des Corona-Lockdowns haben wir für Veränderungen genutzt. So haben wir das Gebäude im Mandelring 135 aufgegeben und waren uns zunächst nicht sicher, ob wir das Café fortführen wollten. Das Café blieb für gut zwei Jahre geschlossen. Erst in 2021 entschlossen wir uns doch, den Cafébetrieb weiterzuführen und verlegten ihn ins Gebäude vis-à-vis.

Vis-à-vis steht ein Gebäude, das früher “Der grüne Baum” hieß; ein damals üblicher Name für eine Dorfgaststätte. Das Haus wurde 1844 erbaut, im Erdgeschoss befand sich die Gaststätte und im 1. Obergeschoss ein Tanzsaal. Die Zeit verging, der Tanzsaal wurde in den 1960er Jahren geschlossen und in eine Wohnung umgebaut. In den 2000er Jahren wurde schließlich auch der Betrieb der Gaststätte eingestellt.

Im Jahr 2010 haben wir das Gebäude Mandelring 126 erworben und mit langem Atem und viel Liebe saniert und renoviert. Die Räume haben wir versucht, in einen möglichst, an das Original angelehnten Zustand, wieder herzurichten. Und seit Mai 2022 haben die Türen des Café Mandelring mit seinem Tanzsaal nun im Mandelring 126 geöffnet.