Die Riesinnen

Am 14. August wollen wir Hannah Häffners erfolgreichen Roman “Die Riesinnen” besprechen. Und wer Lust auf mehr Diskussion hat, der liest zusätzlich “Das Geschenk des Meeres” von Julia R. Kelly.

Beide Bücher sind starke Romandebüts.

Häffner, die zuvor schon Krimis veröffentlicht hat, wechselt nun das Genre und mit der Geschichte über drei Generationen von Frauen in einem fiktivem Schwarzwalddorf schreibt sie einfühlsam über Selbstbestimmung, Heimat, Schicksal und wie sich all das über die Zeit hinweg verändert. Liese, Cora und Eva Riessberg fallen einfach auf, weil sie groß sind; sie passen nicht so ganz in die Dorfgemeinschaft hinein, sie sind Außenseiterinnen. Aber gleichzeitig können (oder wollen) sie sich auch nicht gänzlich lösen oder freimachen.

Julia R. Kelly, deren Roman von Claudia Feldmann übersetzt wurde, lebt in Großbritannien. Die Geschichte ist angesiedelt in Schottland um 1900: Ein unbekannter Junge wird gefunden. Seine Rettung und Aufnahme im Dorf bringt alte Geschichten zurück an die Oberfläche. Verdrängte Gefühle und Erlebnisse sorgen für Unruhe und verlangen Klärung. Im Zentrum stehen Joseph, der Retter des Jungen, und Dorothy, die den Jungen aufnimmt und gleichzeitig Mutter von einem Jungen ist, der Jahre zuvor auf rätselhafte Weise verschwand.

Wir treffen uns um 19 Uhr, Anmeldung bei Verena erbeten.

“Lázár” und “Real Americans”

Über zwei Bestseller werden wir uns am 12. Juni ab 19 Uhr, bei unserem nächsten Treffen austauschen: Nelio Biedermanns sagenhaft erfolgreicher Roman “Lázár” und Rachel Khongs Bestseller “Real Americans”. Letzterer wurde von der ZEIT und dem Verlag Kiepenheuer & Witsch ausgewählt für ihre Aktion “Deutschland liest ein Buch”.

Dem Rezensenten der Neuen Zürcher Zeitung, Peer Teuwsen, gefiel der Familienroman “Lázár” nicht. Er fand die Geschichte des Familienniedergangs vor dem Hintergrund des 20. Jahrhunderts sogar ziemlich furchtbar (“Schauerkulisse”, “Kitsch-Porno”). Der Autor habe sicherlich Potenzial und ihm könne ein erfolgreicher Roman gelingen, aber hier vergeude er noch sein Talent. Ganz anders reagierte das Feuilleton in Deutschland, das den Roman sehr feierte. In der ZEIT schrieb Adam Soboczynski, dass sich hier eine große schriftstellerische Karriere abzeichne.

“Ein Sommer in New York, der alles verändert. Ein Sohn auf der Suche nach seiner Herkunft. Und die große Frage: Was macht uns zu dem, was wir sind?”

“Real Americans” ist der Bestseller der US-Amerikanerin Rachel Khong. In dem Buch geht es um die Geschichte Chinas, um Genforschung, aber auch um Identitätssuche, Familie und Gesellschaft. Rachel Khong erzählt bildhaft und spricht gleichermaßen Kopf wie auch Herz an. Ein fesselndes, schlaues Buch, das zum Austausch einlädt. Rachel Khong ist im Sommersemester 2026 Gastprofessorin an der Universität Leipzig und wird für die Aktion “Deutschland liest ein Buch” in vielen Städten Lesungen abhalten.

Neugierig geworden? Lust mitzulesen und mitzureden?

Die Schwestern

Am Freitag, den 13. März 2026 um 19 Uhr trifft sich unser Lesekreis und bespricht Jonas Hassen Khemiris Roman “Die Schwestern”. Die Feuilletons waren voll des Lobes, der Schriftsteller Sasa Stanisic ist mit seiner Hymne auf den Autor sogar auf dem Buchumschlag verewigt. 731 Seiten lang wird von den drei Schwestern Ina, Evelyn und Anastasia sowie von Jonas erzählt: über ihr Leben, ihre Familiengeschichte(n) wie auch ihre Entwicklung und, und, und… wie hat es uns gefallen?

Rückblick auf das Thomas-Mann-Jahr

Am 16. Januar 2026 blicken wir auf Thomas Mann und sein Jubiläumsjahr zurück und wollen über folgende Erzählungen sprechen: “Mario und der Zauberer”, “Tonio Kröger” und “Herr und Hund”.

Als weitere Lektüre haben wir uns von Susan Sontag “Against Interpretation”/ dt: “Gegen Interpretation” ausgesucht.

Wir treffen uns um 19:00 Uhr.